Montag, 8. Februar 2021

Beständiges Altschneeproblem! wissen - erkennen - meiden!!!

Das beständige Altschneeproblem wird uns sehr wahrscheinlich bis zum Ende des Winter begleiten. Betroffen sind vor allem nord- und schattseitige Hochlagen. Im Steilgelände kann hier eine Schneebrettlawine insbesondere durch große, stellenweise aber auch bereits bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden.


Wo? Vor allem dort wo die tiefliegende Schwachschicht angesprochen werden kann. Bei Stellen im steilen Gelände wo wenig Schnee liegt oder im Übergangsbereich von viel zu wenig Schnee. Durch die Rissfortpflanzung werden auch beachtliche Anrisshöhen erreicht.

Wie ist dieses Problem entstanden? Die ersten Schneefälle brachten eine nur sehr geringmächtige Schneedecke. Darauf folgte eine längere Phase mit sehr kalten Temperaturen. Die Schneekristalle wurden somit aufbauend umgewandelt. Es entstanden bindungslose Kristallformen wie kantige lose Kristalle und Tiefenreif (auch Becherkristalle oder Schwimmschnee genannt). Diese Schwachschicht wurde dann durch folgende Schneefälle überdeckt.

Wie gehe ich mit dem Problem um? Das Altschneeproblem ist schwer zu erkennen. "Wumm - Geräusche" sind typisch aber nicht zwingend. Schneedeckentests können helfen die Gefahr zu erkennen. Die Bruchfortpflanzung erfolgt über weite Strecken. Fernauslösungen sind ebenfalls möglich. 

Wie verhalte ich mich? Steilhänge meiden. Witterungsverlauf beachten. Besondere Vorsicht in schneearmen Bereichen und bei Übergängen von viel zu wenig. Das Altschneeproblem ist eine Hauptursache bei tödlichen Lawinenunfällen.

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